Östlich der Hauptinsel Fasta Åland gibt es einige Inselgruppen, die über kleinere Autofähren verbunden sind. Der besondere Reiz der ein- bis zweistündigen Verbindungen besteht darin, dass sich die Schiffe vorbei an unzähligen Schären bewegen, man ist mitten im Schärengarten.
Wir machen uns zunächst auf den Weg nach
5.-7.8. Föglö
Die Vogelinseln sind von etwa 500 Menschen dauerhaft bewohnt. Vögel sind auf den Ålandinseln eher auf dem Durchzug zu entdecken. Dauerhaft finden sich hier die üblichen Arten wie Schwan-, Gänse- und Entenarten sowie Kormorane. Wir sichten aber auch immer wieder Adler.
Wir übernachten auf einem kleinen Campingplatz nahe am Wasser mit Sommerküche und kleinem Café. Dort bekommt Torsten den Ålandspannkaker. Das ist weniger ein Eier- oder Pfannkuchen, sondern ein mehrere Zentimeter hoher Grießkuchen, der im Ofen gebacken wird und durch Kardamom sein besonderes Aroma erhält. Bedeckt wird er durch Pflaumensoße und Sahnehäubchen.
An nächsten Tag unternehmen wir eine abwechslungsreiche Wanderung entlang der einzigartigen Ostseelagunen und zurück über Stock und Stein durch den Wald.
Wetter 19-23°
und kurzer Schauer mit Regenbogen
Graved Lachs mit Pellkartoffeln, Hähnchencurry mit Basmatireis
7.-9.8. Kökar
ist die südlichste „Großinsel“ des Archipels, ständig bewohnt von etwas mehr als 200 Menschen. Bereits im frühen Mittelalter haben die Franziskaner hier ein Kloster betrieben, dessen sorgfältig restaurierte Ruine neben der St. Annen Kirche zu besichtigen sind.
Im Hauptort Karlby gibt es einen lebendigen Gästehafen, die typischen roten Bootshäuser und den einzigen Laden der Insel. Das Geschäft hat (natürlich) 7 Tage in der Woche geöffnet. Außerhalb der Öffnungzeiten bedient man sich aus dem vollen Sortiment (außer Alkohol) und zahlt an der Selbstbedienungskasse. Linna bäckt zu Hause das Skärgarden-Brot, mit viel Malz und Apfelsaft. Das Brot schmeckt nach Mehr, etwas süßlich. Angeboten wird es im alten Bootshaus der Familie, die Kasse des Vertrauens steht wohlgefülllt neben dem als Brotregal agierenden Koffer.
Am Abend trinken wir im Hafenbistro unser finnisches Lieblingsbier Karhu und beobachten die Einheimischen bei ihrem Sonnabendabendplausch. Kühe „grasen“ in der flachen Ostsee, das macht wohl den Ålandkäse so besonders.
9.-10.8. Sottunga
Unsere Rückreise unterbrechen wir auf der kleinen Insel Sottunga. Die alte Holzkirche ist heute leider geschlossen. Die benachbarte Trockentoilette ist geöffnet und bietet nebeneinander Platz für zwei Bedürftige.
Wir übernachten am nördlichen Ende der Insel auf einem schönen Stellplatz am Ostseestrand. Der nächste Vormittag beschert uns den ersten Regentag des Urlaubs.
Wetter 23-24°
, 18° ![]()
Åländisches Abendbrot (Schärgarden-Brot, geräucherte Lachsforelle, Kungsgard-Käse, Craft-Bier) , Pellkartoffeln mit Rührei, Fischcurry
11.-13.8. Brändö
Nach einem nächtlichen Zwischenstop in Marihamn nehmen wir die nördliche Ålandfähre nach Bräbö. Die zugehörigen kleinen Inseln reihen sich wie an einer Perlenschnur in Nord-Süd-Ausrichtung aneinander, verbunden durch Brücken, Dämme und eine kleine Fähre (Lossi).
Die belebtesten Orte sind hier der Landhandel, ein zentral gelegenes Restaurant und – für touristische Gäste – unser Campingplatz Fisketorpet (Fischerdorf). Nach Fisch riecht es hier schon lange nicht mehr. Das Gelände bietet ein paar schöne Hütten als Unterkunft, zwei holzbefeuerte Saunen und Platz für etwa 10 Wohnmobile und eine Zeltwiese. Alles sehr rustikal.
Die Kirche als gelegentlicher Treffpunkt der Insulaner – z.B. zu Messen oder Beerdigungen – entzog sich einer Besichtigung durch Geschlossenheit während der angeschlagenen Öffnungszeit.
Am ersten Abend erleben wir einen wolkendramatischen Sonnenuntergang. Am nächsten Abend ist eine partielle Sonnenfinsternis zu erleben, leider sind wir darauf nicht vorbereitet.
Unsere Inselrundfahrt am zweiten Tag zeigt uns vor allem die Einsamkeit der Inselkette (4 Einwohner/km²). Der Versuch einer Wanderung scheitert am viel zu kleinen Parkplatz und zum Paddeln ist der Wind leider zu stark, schade.
Wetter 19-21°
, viel Wind
Köttbollar mit Perlcouscous, Maccaroni und Tomatensoße mit zweierlei Fleisch
13.-16.8. Vårdö
Hier finden wir einen sehr schönen Campingplatz am Sandösund: ein weitläufiges Areal mit zahlreichen Wiesen im Wald und am Strand, mit Klettergarten, Beachvolleyball, Minigolf… Die wenigen Gäste vertstreuen sich, es ist ruhig. Am Abend geben die Singschwäne ein Konzert, Wohlklang ist etwas anderes, aber schön ist es trotzdem.
Der Wind hat nachgelassen. Wir unternehmen drei Genuss-Paddeltouren entlang der roten Felsenufer der Schären. Adler am Himmel, auf dem Wasser selten ein weiteres Boot. Toll.
Wetter 20-23° ![]()
gebackener Schafskäse, Pellkartoffeln und Tomatenrührei
Wir haben uns nun entschieden, nach Schweden zurückzukehren und nicht auf das finnische Festland zu reisen. Das Wetter war ausschlaggebend.
Hier findet ihr unsere Aufenthalte während unserer Tour auf den Ålandinseln.
Fortsetzung der Tour auf der Seite Mittelschweden.
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