Zwei Tage mit etwas kühlerem Wetter, Wolken, Wind und ein paar Tropfen Regen nutzen wir, um uns von den Ålandinseln zu verabschieden und mit der M/S Eckerö in zwei Stunden nach Grisslehamn in Schweden zu shippern. Unser erstes Ziel ist der

17.-22.8. Nationalpark Färneböfjärden

Der Färneböfjärden ist ein großer Seenverbund mit zahlreichen Inseln, der vom Dalälven durchflossen wird. Den 250 km langen Fluss haben wir auf früheren Reisen durch Schweden bereits kennengelernt.

Gysinge Bruk

Bäckebo Biwak

Ingboviken Vildmarkcamping
Wir fahren zum südlichen Ende des Nationalparks.
Es gibt wohl so einige Moore in Schweden, die Storemossen heißen, also „Großes Moor“. Ein Exemplar davon ist hier gelegen. Wir laufen zunächst zum Vogelbeobachtungsturm. Es mag sein, dass wir von unsichtbaren Tieren beobachtet werden, umgekeht sehen wir nichts. Der diensthabende Auerhahn hat wohl gerade Pause, später treffen wir in seiner Vertretung den Schwarzspecht – auch schön.
Anschließend umrunden wir das Moor in einem nicht bewirtschafteten Wald, also Urwald. Eine sehr schöne und kurzweilige Wanderung. An einer Stelle hat ein Sturm mächtig gewirbelt und große, alte Bäume entwurzelt oder abgedreht. Merke: Bei Sturm den Wald meiden.

Unser Übernachtungsplatz ist eine große Wiese zwischen Waldrand und Strand, nennt sich Vildmarkcamping. Es gibt Toilette, Picknicktisch und Feuerplatz und viel Ruhe – perfekt.

22.8. Hjälmaren
Auf unserem Weg nach Westen zum Vänernsee halten wir in Västerås, besichtigen Dom und ein altes, gut gepflegtes altes Wohnquartier mit traditionellen Holzhäusern. Wir übernachten unweit am Strand des Hjälmarensee.

23.8. Sveafallen
ist ein außergewöhnliches Naturschutzgebiet, das wir uns zu Fuß erschließen wollen. Den Höhepunkt unserer Wanderung erreichen wir bereits bevor wir losgelaufen sind. Das hübsche Café Berget ist unwiderstehlich. Torsten genehmigt sich eine Fika (des Schweden Lieblingsvesper bestehend aus Kaffee und einem süßen Teilchen), Ute bekommt ein Eis. Die Eiszeit hat uns bereits vor zehntausend Jahren zahlreiche Felsen in den Weg gelegt, inzwischen ist über die Sache Moos gewachsen. Die romantische Wanderung führt also über Stock und Stein im unberührten Wald. Zweiter Höhepunkt ist ein großer Bruch, der einer geologischen These zufolge durch einen Wasserfall (Sveafall) gebildet sein könnte. Wir finden außerdem einige Gletschermühlen, enstanden durch rotierende Strudel in Abflüssen der schmelzenden Eismassen.
Wir übernachten einsam und allein auf einer Waldlichtung mit Strand am Sälsjö. Dort findet Ute die ersten Pilze unserer Tour: Pfifferlinge.

Wetter 18-22°

Essen Asiatischer Bratreis mit Hühnerkeulen, Kötbollar mit Spaghetti und Pesto, Maccaroni mit Tomatensoße und Köttbollar, Tapas…

Vänern

Auf unserem Weg nach
24.8. Mariestad
legen wir eine Pause in Sjötorp ein. Zur Anbindung des Götakanals an den Vänernsee wurde hier acht Schleusen errichtet, die insgesamt 20m Höhenunterschied bewältigen. Wirtschaftliche Bedeutung hat der Kanal heute lediglich für den Tourismus. Restaurants und Imbissbuden laden zum Geldausgeben ein.
Mariestad ist eine Kleinstadt am Vänern mit großem Yachthafen und dort integriertem Wohnmobilstellplatz, sehr gut geeignet zum Übernachten mit Blick auf Boote und Sonnenuntergang. Der Dom der Stadt ist aus Feldsteinen errichtet, hier hat allerdings residiert seit 1647 kein Bischof mehr. Der beeindruckende Turm ist von jedem Platz der Stadt sichtbar.

25.-28.8. Kållandsö
ist die zweitgrößte Insel des Vänern, sie befindet sich nördlich der Stadt Lidköping. Wir beziehen unser Quartier auf einem kleinen Campingplatz mit Blick auf die vorgelagerte Insel Naven. Dieser Teil des Sees zeichnet sich durch zahlreiche Schären aus, die die Küste zum Paddelparadies machen. Bei bestem Wetter erkunden wir die zahlreichen Buchten und Inseln.

Weiterer Text und Bilder folgen.

Wetter 19-22°

Essen

Hier findet ihr unsere Aufenthalte während unserer Tour in Mittelschweden.

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