Tromsø

Der Tag überrascht uns gleich zum Frühstück mit strahlenden Sonnenschein. Wir genießen die schneeweißen Gipfel links und rechts unserer Wegstrecke. Schneebedeckt sind auch Wege und Straßen – willkommen im arktischen Winter.

Von Harstad aus fährt das Schiff in nordöstliche Richtung den breiten Vågsfjord hinauf, der vor Senja, der mit 1590 km2 zweitgrößten Insel Norwegens, in den Tranøy- und schließlich in den Solbergfjord übergeht. Die Fahrrinne zwischen der Insel und dem Festland wir immer schmaler.
Nach einem Aufenthalt in Finnsnes zum Be- und entladen von Post und Waren setzen wir unsere Fahrt fort und passieren den Straumsfjord. Die Insel Ryøy verengt den Fjord und wir müssen den Rystraumen bewältigen, das anstrengendste Hindernis der Postschiffahrt. Die Wassergeschwindigkeit erreicht bis zu 6 Knoten 11 km/h) je nach Gezeitenstand.

Wir fahren in den von hohen Bergen umgebenen Balsjford ein und erreichen am frühen Nachmittag Tromsø, „Paris des Nordens“ und „Tor zum Eismeer“. Die Stadt ist auch bekannt für häufig auftretende Polarlichter – da sind wir mal gespannt. Den 4-stündigen Aufenthalt nutzen wir für die Besichtigung der Stadt, die wichtigsten Ziel liegen in fußläufiger Entfernung zum Hafen – darunter auch die Mack-Brauerei (klar: die nördlichste…), deren Produkte wir gern testen.
Die Fernstraßen werden unter der Stadt in ausgedehnten Tunneln geführt. Dort gibt es auch Kreisverkehre und einen Parkplatz für 800 PKW. Vorteil: es muss nicht geräumt werden. Die Orientierung für Fremde ist nicht einfach, weil ohne GPS.

Nach dem Ankerlichten genießen wir einen letzten Blickeauf die dreieckige Eismeerkathedrale, über der der Tromsdalstind 1238 m hoch in den Himmel ragt. Dann bleibt geht es an der Insel Ringvassøy vorbei. Zur Blauen Stunde erheben sich an der Steuerbordseite im Osten die Lyn­gen-Alpane, die ›Alpen Nordnorwegens‹. Diese nahezu 100 km lange Fjellkette gilt zusammen mit der Lofoten-Wand als eine der größten Naturattraktionen des Nordens. Dutzende Gipfel ragen hier bis zu 1800 m hoch auf – gigantische Skulpturen, die die Eiszeit geformt hat.

Wetter sonnig

Essen Heute wird das Polarkreisbuffet nachgeholt (die Verdauung des reichhaltigen Mahles wird durch einen Linie-Aquavit gefördert)

  • Lachs- und Heilbutt-Sashimi mit Ponzu und Lofoten-Bioseetang
  • Fenchelsuppe mit eingelegten Fenchelstielen und Dillöl
  • Schalentiere: Krabben, Garnelen, Muscheln
  • Skavgryte (ein traditionelles nordisches Wildgericht) mit Sahnesauce, Kartoffelbrei und gerührten Preiselbeeren
  • Gebackener Klippfisch aus Dybvik mit Seetanggewürz, Kartoffelbrei, Karotten, Speck, Kapern und Tomatensauce
  • Moltebeercreme mit knusprigen Waffeln und Krokantstreuseln
  • und vieles mehr